Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Mai 2026 · Geltungsbereich: B2B
Hinweis: Diese AGB sind ein Entwurf zur internen Verwendung und müssen vor produktivem Einsatz juristisch geprüft werden. Konkrete Preise, Laufzeiten und Service Levels sind in der jeweiligen Auftragsbestätigung bzw. im individuell verhandelten Rahmenvertrag festgehalten.
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Nadavia GmbH, Teichweg 38, 56564 Neuwied (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Geschäftskunden (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Leads so einfach“ (nachfolgend „Plattform“).
(2) Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Mit Vertragsschluss bestätigt der Kunde, dass er die Plattform im Rahmen seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss
Der Vertrag kommt durch Annahme des Angebots durch den Kunden in Textform oder durch Online-Buchung eines Tarifs zustande. Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss in Textform.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform über das Internet zur Verfügung. Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Webseite sowie aus dem gewählten Tarif.
(2) Der Anbieter bemüht sich um eine durchschnittliche Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel. Davon ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle bei eingesetzten Sub-Auftragsverarbeitern (z. B. Hyperscaler).
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform fortlaufend weiterzuentwickeln und einzelne Funktionen zu ändern, sofern die vertragliche Hauptleistung dadurch nicht erheblich beeinträchtigt wird.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er ist für sämtliche Aktivitäten verantwortlich, die unter seinen Zugängen erfolgen.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass die durch ihn oder seine Nutzer in die Plattform eingestellten Daten frei von Rechten Dritter sind und nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Insbesondere stellt der Kunde sicher, dass für die Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter eine Rechtsgrundlage besteht.
(3) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung exportierbarer Daten sowie für die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten selbst verantwortlich. Der Anbieter stellt geeignete Export-Funktionen bereit.
§ 5 Vergütung
(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweils gewählten Tarif. Sofern nicht anders vereinbart, sind Beträge monatlich im Voraus per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte zur Zahlung fällig.
(2) Alle Preise verstehen sich zzgl. der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Mahnung zu sperren. Die Zahlungspflicht des Kunden bleibt während der Sperrung bestehen.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen, sofern nicht individuell anders vereinbart. Er kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums in Textform gekündigt werden.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen oder schwerwiegenden Verstößen gegen § 4 vor.
(3) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für 30 Tage eine Daten-Export-Möglichkeit zur Verfügung. Anschließend werden Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 7 Auftragsverarbeitung & Datenschutz
Soweit der Kunde im Rahmen der Plattformnutzung personenbezogene Daten Dritter (z. B. Endkunden / Leads) verarbeitet, ist er hierfür der Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO; der Anbieter ist Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) ist Voraussetzung für die produktive Nutzung der Plattform.
§ 8 Gewährleistung
(1) Der Anbieter gewährleistet die im Vertrag vereinbarte Beschaffenheit der Plattform für die Dauer der Vertragslaufzeit. Mängel beseitigt der Anbieter innerhalb angemessener Frist nach Mängelmeldung durch den Kunden.
(2) Eine verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel gemäß § 536 a Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(2) Bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit gelten die gesetzlichen Vorschriften ohne Beschränkung.
(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Folgeschäden ist im Rahmen der gesetzlich zulässigen Grenzen ausgeschlossen.
§ 10 Geheimhaltung
Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle ihnen im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt werdenden vertraulichen Informationen der anderen Partei vertraulich zu behandeln und ausschließlich für die Zwecke des Vertrags zu verwenden.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Neuwied.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Änderungen oder Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform.